Am letzten Sonntag im Oktober 2017 fetzt Sturmtief "Herwart" über Norddeutschland. Für Hamburg ist eine schwere Sturmflut angekündigt. Diesmal kommen auch wir nicht gimpflich davon. Um 4:19Uhr wirft uns der Alarm aus den Betten. An der L12 zwischen Blowatz und Groß Strömkendorf sind mehrere Bäume umgekippt. Mit Ausnahme einer Kiefer in der Ortslage Blowatz sind es sämtlich Pappeln auf der windabgewandten Seite der Landesstraße. Zwei davon hat der Sturm schon über den Radweg gekippt. Eine hat dabei ein gehöriges Stück Straße von ca. 10 m Länge und 1m Breite mitgenommen. Das Loch ist etwa einen Meter tief (Foto).

L12 bei Wodorf mit einem Loch, das der Wurzelteller einer umgestürzten Pappel gerissen hat

Wir sichern die Gefahrenstelle mit Bordmitteln. Leider gibt es keinen Notdienst der Straßenmeisterei, der unser Provisorium schnell durch etwas solideres ersetzen kann. Polizei und Leitstelle können wir immerhin informieren.

Später sichern wir noch einen Baum in einem Hausgarten, der auf das Haus zu stürzen droht. Einsatzende ist gegen 9:30 Uhr.

Nachtrag am 30. Oktober: Die Straßenmeisterei war noch am selben Nachmittag vor Ort und hat die Schadenstelle professionell gesichert. Und sie hat den Baum ca. 3m ab der Wurzel durchgesägt. Der Stumpf hat sich dann wie ein Stehaufmännchen aufgerichtet und das entstandene Loch geschlossen.

Beschädigte Fahrbahn an der L12 bei Wodorf

 

 

 

 

4. Januar 2017. Tief "Axel" hat uns zum Jahresbeginn ein beachtliches Hochwasser gebracht.
Der z.B. hier näher beschriebene "Schwappeffekt" ließ den Wasserspiegel ab 6 Uhr morgens steigen. Zum Abend wurde es bedrohlich. Der für Mitternacht prognostizierte Höchststand trat bereits gegen 22:30 Uhr ein. So wurde die Nacht nicht ganz so lang wie befürchtet.

Während in der Hansestadt bereits "Land unter" war, hatten wir es relativ ruhig. Wir verfolgten Im Gerätehaus den Anstieg der Pegel in Wismar und Timmendorf und patroullierten auf dem Poeldamm, der L12 und dem Deich der Wodorfer Wiesen. Schäden wurden nicht beobachtet, Straßensperrungen waren nicht nötig. Da die anwesenden Kameraden kaum eigene Erfahrungen mit Hochwasser hatten, war alles sehr spannend. Wir wissen jetzt, dass die Hochwasser-Alarmstufe 3 von uns zwar hohe Aufmerksamkeit, aber nicht unbedingt schon Maßnahmen erfordert.

 Blick auf die Wodorfer Brücke. Der fehlende Schnee zeigt den höchsten Wasserstand an

Wodorfer Brücke im Zuge der L12 über den Plastbach. Der fehlende Schnee zeigt den höchsten Wasserstand an.

Karte mit Höchstwasserständen in der Gemeinde Blowatz

Diese Karte haben wir uns angefertigt. Sie setzt die Pegelstände in Wismar und Timmendorf in Relation zu den Überwachungsorten in unserer Gemeinde.

Alarm am 16. Juni 2016 um um 13:42 Uhr: Auf der L12 südlich von Groß Strömkendorf hat sich ein Auto überschlagen und es gab mindestens zwei Verletzte. Etwa 70 m südlich des Ortsausgangsschildes von Groß Strömkendorf bot sich den Kameraden ein erschreckendes Bild.

Unfallfahrzeug mit zerkautschtem Motorraum

Die Fahrerin des Volvo war von Wismar kommend nach links von der Fahrbahn abgekommen. Ein Baum wurde durch den Aufprall gefällt, am zweiten kam das Fahrzeug zum Stehen. Der Fahrzeugüberschlag konnte nicht bestätigt werden, ebenso gab es keine weiteren Personen im Fahrzeug.

Die schwer Verletzte war bereits vom Rettungsdienst aus dem Fahrzeug geholt worden, so dass sich der Einsatz der Wehren auf die Bergung der Trümmer von Kfz und Bäumen beschränkte.

L12 bei Groß Strömkendorf mit Rettungsfahrzeugen

 

 

Sturmtief "Barbara" hat es uns noch einmal besorgt und bescherte uns den 13. Einsatz im Jahre 2016.

Zu beheben waren Gefahren durch

- einen Baum, der auf dem Radweg am Ortsausgang Blowatz Richtung Strömkendorf lag,

- einen umgestürzten Telefonmast auf dem Weg nach Damekow und

- Ästen auf der L12 am Ortsausgang Dreveskirchen Richtung Stove

 4 Feierwehrmänner sägen einen Baumstumpf ab

Kleinholz machen am Ortsausgang Blowatz.
Der Lichtschein am Horizont kommt übrigens von den Industrieanlagen in Wismar.

Am 10. Januar 2016 wurden wir wegen eines Wasserschadens zum Einsatz in Groß Strömkendorf alarmiert.

Feuerwehrmann schlägt eine Fensterscheibe einDort lief aus einer Ferienwohnung das Wasser im wahrsten Sinne aus Fenstern und Türen. Sogar aus dem Fundamentbereich quoll Wasser. Der Eigentümer war nicht zu erreichen, den Alarm hatten Nachbarn ausgelöst. In Abstimmung mit der Polizei wurde entschieden, gewaltsam in die Wohnung einzudringen. Dazu wurde die Scheibe eines Badezimmers eingeschlagen. Im Inneren zeigte sich, dass im Bad des Obergeschosses eine Leitung geplatzt war und das Wasser sich durch die Decke bereits im ganzen Haus verbreitetet hatte.

Der Haupthahn der Wohnung wurde geschlossen und das zerschlagene Fenster provisorisch gesichert. Damit war der Einsatz beendet.

Ursache des Schadens war wohl der starke Forst der vergangenen Tage, verbunden mit einer mangelhaften Beheizung der leeren Wohnung.