Seit dem 9. Januar zieht Sturmtief "Felix" über Norddeutschland hinweg. Die Gemeinde Blowatz kommt wieder einmal gimpflich mit geringen Schäden davon. Nur zweimal mussten wir ausrücken, und beide Male ging es um kleine Bäume, die quer über der Straße lagen, aber weiter keinen Schaden angerichtet hatten.

Spitzpappel, vom Sturm auf den Acker gefällt

Die hier zu sehende Spitzpappel fiel am Sonnabend, den 10. Januar spät abends auf Radweg und Acker bei Wodorf. Zum Glück entstand kein weiterer Schaden. Die Feuerwehr brauchte nicht ausrücken.

Am 25. Mai 2014 haben wir geübt, was hoffentlich nie passiert: Die Schule brennt.

Es handelte sich um eine gemeinsame Übung unserer Wehr mit den Stover Kameraden. Schließlich gehen in die Schule auch Schüler beider Gemeinden.

Für die Schüler begann es ganz arglos mit Brandschutzerziehung in den Klassen, als auf einmal Qualm durch die Schule zog. Was dann passierte, sieht man am besten auf den folgenden Fotos:

17. April 2014: Schon wieder ein Brand - zum Glück nicht von der bedrohlichen Sorte. Um 19:37Uhr wurde die Feuerwehr Blowatz zum Brand eines Baumes am Weg von Blowatz nach Damekow gerufen. Es brannte eine hohle, alte Weide, die rasch mit dem Löschwasservorrat an Bord und dem Schnellangriff gelöscht werden konnte.

Lösachen einer brennenden, hohlen Weide

Kein allzu bedrohlicher Einsatz, wie man den fröhlichen Kameraden Johann und Frank vom Angriffstrupp hier deutlich ansieht.

Die Brandursache war nicht ganz so harmlos: Am Brandort konnte die geplatzte Dose eines hochentzündlichen Deosprays sichergestellt werden. Vermutlich Kinder hatten mit Feuerzeug und Deospray gefährliche Experimente veranstaltet. Dasselbe "Spielchen" an einem anderen Ort hätte schwere Folgen haben können...

3. Mai 2014, 17:05Uhr: Unerwartetes Anbaden für die Blowatzer Feuerwehr.

Die junge Reiterin stand bis zum Bauchnabel im Wasser des Breitlings neben ihrem Pferd "Julian" und war völlig aufgelöst und durchgefroren.

Denn zu dem Zeitpunkt, als wir eintrafen, war schon einige Zeit vergangen, seit sie ihren schwarzen Wallach in den Modder des Breitlings bei Strömkendorf geführt hatte.

Wir erlösten sie von ihrer Wache und gaben ihr erstmal eine warme Decke.

Wallach Julian im Wasser

Mit dem eingesunkenen und unterkühlten Tier hatten wir es schwerer. Es konnte erst nach einer Weile mit Hilfe untergezogener Feuerwehrschläuche und der vereinten Kraft von 15 Mann, Feuerwehrkameraden und Freunden des Pferdehalters, an das tragende Ufer gezogen werden. Dort konnte sich der völlig erschöpfte Wallach dann aus eigener Kraft aufrichten und seinen herbeigeholten Pferdeanhänger besteigen.

4. April 2014, 13:33Uhr. Ich stand an der Kasse des Baumarktes, als der Alarm kam. Der Pieper zeigte den Text: "Einsatzalarm Alt Farpen Brand Holzstapel am Ortsausgang Richtung Robertsdorf"

Auf dem Weg zum Einsatzort hatte ich erst einen LKW und dann einen Bus vor mir. Keine Chance, schnell zum Gerätehaus zu kommen. So gehörte ich zu den nachrückenden Einsatzkräften. Da war das Wichtigste schon längst getan.

Mit nur vier Kameraden war die Blowatzer Wehr zum Einsatzort geeilt - keine Minute zu spät. In unmittelbarer Nähe zu einer gewerblich genutzten Halle brannte lichterloh ein Stapel Holz. Zuerst mit dem Wasser aus dem Fahrzeugtank, kurze Zeit später dann mit Hydrantenwasser, für dass die nachrückenden Kameraden aus Neuburg und Stove sorgten, wurde die Ausbreitung des Brandes auf weitere Holzvorräte und die Halle verhindert.

Nach etwa 2 Stunden konnten die Löscharbeiten, die zeitweilig von gewaltigen Dampfwolken begleitet wurden, beendet werden.

Es zeigt sich, dass der Wehrführer richtig gehandelt hat, als er dem schnellen Einsatz den Vorrang gegeben hat, anstatt auf verspätet eintreffende Kameraden zu warten. Wenn die Flammen auf die Halle übergegriffen hätten, unter dessen Vordach noch weitere Holzvorräte lagerten, wäre wohl kaum etwas zu retten gewesen.

Mein Einkaufswagen stand übrigens später noch so im Baumarkt, wie ich ihn verlassen hatte...

Frank Scholz

hier gibt es noch Fotos: