Sturmtief "Barbara" hat es uns noch einmal besorgt und bescherte uns den 13. Einsatz im Jahre 2016.

Zu beheben waren Gefahren durch

- einen Baum, der auf dem Radweg am Ortsausgang Blowatz Richtung Strömkendorf lag,

- einen umgestürzten Telefonmast auf dem Weg nach Damekow und

- Ästen auf der L12 am Ortsausgang Dreveskirchen Richtung Stove

 4 Feierwehrmänner sägen einen Baumstumpf ab

Kleinholz machen am Ortsausgang Blowatz.
Der Lichtschein am Horizont kommt übrigens von den Industrieanlagen in Wismar.

Alarm am 16. Juni 2016 um um 13:42 Uhr: Auf der L12 südlich von Groß Strömkendorf hat sich ein Auto überschlagen und es gab mindestens zwei Verletzte. Etwa 70 m südlich des Ortsausgangsschildes von Groß Strömkendorf bot sich den Kameraden ein erschreckendes Bild.

Unfallfahrzeug mit zerkautschtem Motorraum

Die Fahrerin des Volvo war von Wismar kommend nach links von der Fahrbahn abgekommen. Ein Baum wurde durch den Aufprall gefällt, am zweiten kam das Fahrzeug zum Stehen. Der Fahrzeugüberschlag konnte nicht bestätigt werden, ebenso gab es keine weiteren Personen im Fahrzeug.

Die schwer Verletzte war bereits vom Rettungsdienst aus dem Fahrzeug geholt worden, so dass sich der Einsatz der Wehren auf die Bergung der Trümmer von Kfz und Bäumen beschränkte.

L12 bei Groß Strömkendorf mit Rettungsfahrzeugen

 

 

Am Freitag den 11. September kam es zum Brand einer Bergehalle in Güstow. Wir wurden gemeinsam mit den Kameraden der betroffenen Gemeinde Boiensdorf (Stove) um 20:51Uhr alarmiert und sorgten für die Löschwasserversorgung und den Erstangriff.

Ausgebrannte Ruine

Da sich die Halle und ein Stroh-Außenlager bereits im Vollbrand befanden, konzentrierte sich der Einsatz auf den Schutz benachbarter Gebäude, die durch Strahlungshitze und Funkenflug bedroht waren.

Löschversuche an der Halle waren augenscheinlich zwecklos.

Gegen Mitternacht kam es zum Einsturz des Blechdaches.

Nachdem der Wind drehte und sich gleichzeitig abschwächte gelangten die Nachbargebäude außer Gefahr.

Es wurde entschieden, den Einsatz auf eine Brandwache zu beschränken. Die erste Schicht von 1 Uhr – 8 Uhr am Sonnabend übernahm unsere Wehr.

In der Halle lagerte die Agrargenossenschaft Stove Stroh und Getreide zur Versorgung der Milchviehbestände im Winter. Die Vorräte wurden vollkommen vernichtet.

Am 10. Januar 2016 wurden wir wegen eines Wasserschadens zum Einsatz in Groß Strömkendorf alarmiert.

Feuerwehrmann schlägt eine Fensterscheibe einDort lief aus einer Ferienwohnung das Wasser im wahrsten Sinne aus Fenstern und Türen. Sogar aus dem Fundamentbereich quoll Wasser. Der Eigentümer war nicht zu erreichen, den Alarm hatten Nachbarn ausgelöst. In Abstimmung mit der Polizei wurde entschieden, gewaltsam in die Wohnung einzudringen. Dazu wurde die Scheibe eines Badezimmers eingeschlagen. Im Inneren zeigte sich, dass im Bad des Obergeschosses eine Leitung geplatzt war und das Wasser sich durch die Decke bereits im ganzen Haus verbreitetet hatte.

Der Haupthahn der Wohnung wurde geschlossen und das zerschlagene Fenster provisorisch gesichert. Damit war der Einsatz beendet.

Ursache des Schadens war wohl der starke Forst der vergangenen Tage, verbunden mit einer mangelhaften Beheizung der leeren Wohnung.

Am 3. August 2015 um 23:56 Uhr wurden wir wegen eines vermeintlichen Wohnungsbrandes in einem dreigeschossigen Gebäude am Rotdornweg alarmiert.

Mit uns wurden die Kameraden aus Stove und Neuburg sowie aus Neukloster (Drehleiter!) aus den Betten gerissen.

Vor Ort erwies sich, dass eine Wohnung im Parterre betroffen war. Da weder der Alarm des Rauchmelders noch Klingeln oder Schlagen gegen die Tür jemanden zum Öffnen der Tür bewegte, wurde die Wohnungstür aufgebrochen. Die Wohnung war komplett verqualmt, weil auf dem Herd Essen angebrannt war. Beim Durchsuchen der Wohnung wurde im Schlafzimmer die alkoholisierte Bewohnerin tief schlafend aufgefunden, geweckt und nach draussen an die frische Luft geleitet.


Kochtopf mit angebranntem Essen

Es kann vermutet werden, dass die Frau eine schwere, unter Umständen tödliche Rauchvergiftung erlitten hätte, wenn der Rauchmelder nicht angeschlagen und besorgte Nachbarn die Feuerwehr gerufen hätten. Auch der Ausbruch eines echten Brandes, der die übrigen Bewohner des Hauses bedroht hätte, wäre möglich gewesen.